Chronik

1805 Eigentlich beginnt sie schon früher, die Geschichte des Feuerschutzes in Kirchhellen, denn bereits 1805 erließ der damalige Landesherr, der Herzog von Arenberg, eine "Instruktion an alle Amtsführer" mit Anweisungen zur Verhütung von Feuergefahren. Einem Polizeibericht aus dem Jahr 1811 ist zu entnehmen, daß zu dieser Zeit keine Löschgerätschaften in Kirchhellen verfügbar waren.

1823 Eine erste Feuerspritze bekam Kirchhellen im Jahre 1823, wofür "300 Thaler" ausgegeben wurden. In einer Übersicht über außerordentliche Ausgaben der Gemeinde von 1811-1829 erscheint auch der Posten "Feuerlöschgeräte und Spritzenhaus", ein Betrag von 413 Thalern.

Das erste Spritzenhaus war an der Nordostecke der alten Kirche angebaut; Feueralarm gab es mittels Kirchenglocke. Jedermann war verpflichtet, bei Ausbruch eines Feuers bei den Löscharbeiten zu helfen und tat dies auch aus Eigennutz, denn Brände einzelner Häuser entwickelten sich schnell zu Feuersbrünsten.

1886 Nach immer dringenderen Forderungen des Landrates wurde dann im Jahre 1886 die Freiwillige Feuerwehr Kirchhellen gegründet. Über die Gründung selbst liegen uns keinerlei Nachrichten mehr vor, als lediglich das Gründungsdatum. Auch aus den folgenden Jahren gibt es nur spärliche Informationen. 1887 wurden als "Feuerlöschdirigenten" bestimmt: für Kirchhellen, Holthausen und Overhagen der Holzhändler Dobbe, für Ekel und Hardinghausen der Landwirt Joseph Overbeck und für Feldhausen der Landwirt Johann Borgmann.

1890 Im Jahre 1890 erfolgte gemäß "Königlicher Verfügung" der Beitritt zur Westfälischen Feuerwehr-Unfallkasse. Im selben Jahr beschaffte die Gemeinde 16 Stricke für Rettungsmannschaften, zwei Schilder mit der Aufschrift "Feuer-Meldestelle", zwei Signalhörner ( damit wurde Feueralarm gegeben ) und neue Gummi-Spritzen-Schläuche. Am 14. September beschloß die Generalversammlung unter dem Dirigenten Johann Dobbe die ersten Statuten der Freiwilligen Feuerwehr zu Kirchhellen. Aus dem Jahr 1891 gibt es die Meldung, nach der die Gemeindeversammlung die Beschaffung einer dritten vom Landrat geforderten Spritze abgelehnt hat, da zwei ausreichten.

1893 Im September 1893 wurde unter Leitung des Brandmeisters Kaufmann Theodor Stappert an der Bahnhofstraße der erste Übungsturm errichtet.

1908 Unzulänglichkeiten und wohl auch Querelen der Wehrmänner untereinander und mit ihren Führern veranlaßte im Jahre 1908 den Landrat, die Freiwillige Feuerwehr in Kirchhellen durch eine Sachverständigenkommission revidieren zu lassen. Der ausführliche Inspektionsbericht bestätigt einen desolaten Zustand. In der abschließenden Zusammenfassung wird festgestellt: "Das Fortbestehen einer Wehr, sei die Ausrüstung und das Gerät auch noch so unvollkommen, hängt in erster Linie von dem getreuen Zusammenhalten der Kameraden untereinander und der absoluten Folgsamkeit gegenüber ihren Führern ab; da dieses fehlt und auch in Kirchhellen allem Anschein nach unter den jetzigen Verhältnissen niemals zustande kommen wird, ist es besser, die Wehr aufzulösen und einer Brandwehr den Vorzug zu geben".

1909 Offensichtlich muß es schon zu dieser Zeit eine Brandwehr neben der Freiwilligen Feuerwehr gegeben haben, denn am 19.11.1909 verweigerte der Amtmann die Auszahlung einer Beihilfe an die Freiwillige Feuerwehr mit der Bemerkung, daß die Wehr "aufgehoben" sei. Am 22.11.1909 nahm Amtssekretär Rade die Ausrüstungsgegenstände der aufgelösten Wehr in Empfang und quittierte 51 Röcke, 44 Helme, 28 Mützen, 16 Steigergürtel, 14 Leinen, 4 Beile mit Beiltaschen, 22 Mannschaftsgürtel, 7 Hörner, 4 Signalpfeifen, 15 Feuerwehrabzeichen, 5 Instruktionsbücher nebst Exerzierreglement, 2 Schlüssel und 2 Paar Achselstücke. Die Überprüfung der im Spritzenhaus untergebrachten Geräte hatte folgendes Ergebnis: 2 Saug- und Druckspritzen, 12 Ledereimer, 1 Leiter (3,5 m lang mit Aufhängehaken), 4 zusammenschiebbare Leitern (je 2 m lang), 2 Brandhaken mit Stiel, 161 m brauchbare Schläuche mit zwei Strahlrohren und einem Saugkorb.Im Januar 1910 waren in einer Liste der Brandwehr - von den Kirchhellenern "Zwangswehr" genannt - 41 Männer aus dem Dorf Kirchhellen und der Bauernschaft Holthausen aufgeführt. Sie waren zur Hilfeleistung bei jedem in der Gemeinde Kirchhellen ausbrechenden Brand und auch zur Teilnahme an Übungen verpflichtet.

1914 begann der erste Weltkrieg, der auch Folgen für die Einsatzfähigkeit der Brandwehr hatte. Während die Brandwehr im Jahre 1914 noch 41 Mann aufzuweisen hatte, waren es in 1917 noch ganze acht Brandwehrmänner. Ein Mitgliederverzeichnis aus der ersten Hälfte des Jahres 1918 führte unter 65 Wehrleuten nur 14 Brandwehrpflichtige auf. Alle übrigen waren Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr. Man muß damit zu dem Schluß kommen, daß die Freiwillige Feuerwehr zwar als Wehr aufgelöst worden war, als Verein aber weiter bestanden hat. So war es denn auch ein leichtes, die Freiwillige Feuerwehr am 27. April 1920 wieder offiziell ins Leben zu rufen. Zum Brandmeister wurde der Zimmermeister Johann Dickmann und zu seinem Stellvertreter Stellmachermeister Johann Fiele ernannt.

1922 stellte die Feuerwehr den Antrag auf Anbringung einer Sirene zur Alarmierung.

1927 beantragte die Feuerwehr die Anschaffung einer Motorspritze, die der Feuerwehr am 11.6.1928 im Rahmen einer Übung am Brabecker Mühlenteich übergeben wurde.

Am 2.1.1933 war Generalversammlung mit Kassenbericht und Neuwahlen. Dies war für lange Zeit die letzte ordentliche Generalversammlung, denn am 30.1.1933 übernahmen die Nationalsozialisten die Macht.

Aus dem Protokollbuch der Freiwilligen Feuerwehr Kirchhellen:

13.2.1934. Generalversammlung. Es wurde folgendes beraten und beschlossen: Auflösung und Liquidation des Vereins auf Grund der Gesetzes über das Feuerlöschwesen vom 15.12.1933. Die Generalversammlung beschließt, die Freiwillige Feuerwehr aufzulösen. Die Mitglieder verpflichten sich, in den auf Grund des Gesetzes über das Feuerlöschwesen vom 15.12.1933 zu bildenden Verein einzutreten. Die Mitglieder verpflichten sich, bis zur endgültigen Neueinstellung und Aufstellung der Dienstvorschriften für den genannten Verein, den Löschdienst nach Angabe des Ortspolizeiverwalters in der bisherigen Weise auszuüben. Die Ausrüstungsstücke und Feuerlöschgeräte, soweit sie Eigentum der Gemeinde Kirchhellen sind, werden dieser in sauberem und guten Zustand wieder übergeben. Die Mitgliederversammlung beschließt, das Vermögen der Feuerwehr, soweit es aus Barmitteln besteht, nach Beendigung der Liquidation dem neuzubildenden Verein Freiwillige Feuerwehr Kirchhellen zur Verfügung zu stellen. Soweit das Vermögen des Vereins aus Ausrüstungsstücken, Löschgeräten usw. besteht, sollen diese Vermögensteile der Gemeinde Kirchhellen überwiesen werden. Dieses Protokoll wurde von allen anwesenden Kameraden unterschrieben.

Am 1.9.1939 brach der zweite Weltkrieg aus. Ein Teil der aktiven Wehrmänner wurde zum Militärdienst eingezogen und an ihre Stelle traten Hilterjungen im Alter von 16 bis 18 Jahren und sogenannte Notdienstverpflichtete. Die Feuerwehr war von Anfang des Krieges an im Rahmen des Luftschutzes im Sicherheits- und Hilfsdienst eingespannt. Auch Kirchhellen erlebte in dieser Zeit viele grausige Höhepunkte und in diese Notzeit fällt auch die Bildung der Löschgruppen in Feldhausen und Grafenwald, die heute selbständige Ortswehren mit eigenen Gerätehäusern darstellen.

Nach Beendigung des zweiten Weltkrieges waren die Löschgeräte veraltet oder verbraucht. Neuanschaffungen mußten auf das Nötigste beschränkt bleiben. Ein umgebauter Sanitätskraftwagen diente als einziges Fahrzeug.

1956 hatte die Feuerwehr 8 Einsätze, darunter einen Großeinsatz. Bei einem Sturm waren entlang der Gladbecker Straße (heute Rentforter Straße) ca. 60 Bäume umgestürzt und mußten von der Feuerwehr von der Fahrbahn geräumt werden. Einen Brand im Turm der neuen Kirche gab es am 1. Juli 1957. Aus Bottrop kam Hilfe in Form der Drehleiter der Freiwilligen Feuerwehr Bottrop.

1961 feierte die Feuerwehr ihr 75jähriges Bestehen mit gleichzeitiger Einweihung des neuen Gerätehauses an der Ecke Schulstraße / Auf der Bredde.

Am 5. Januar 1962 wurde ein zweites Tanklöschfahrzeug in Dienst gestellt.

1975 wurde Kirchhellen ein Teil der Stadt Bottrop und die Freiwillige Feuerwehr Kirchhellen damit eine Ortswehr der Feuerwehr Bottrop.

Ein Jahr später, 1976, feierte die Feuerwehr Kirchhellen in großem Rahmen ihr 90jähriges Bestehen.

Am 11.12.1978 erhielt die Feuerwehr ihre erste Rettungsschere für den Einsatz bei Verkehrsunfällen. Die Rettungsschere war eine Spende der Volksbank und der Maschinenfabrik Neumann.

1979 lösten sich die Außengruppen Grafenwald und Feldhausen von Kirchhellen als selbständige Ortswehren der Feuerwehr Bottrop. Am 29.11.1981 wurde die provisorische Rettungswache im Gerätehaus Kirchhellen eingerichtet, mit einem Rettungswagen und zwei Berufsfeuerwehrmännern.

1986 Das 100jährige Jubiläum wurde vom 6. bis zum 8. Juni 1986 drei Tage lang groß gefeiert. Obwohl es zuerst so aussah, daß das Wetter uns einen Strich durch die Rechnung machen würde, wurde das Fest doch noch ein voller Erfolg.

1998 112 ist die allen bekannte Notrufnummer der Feuerwehr. Und da die Freiwillige Feuerwehr Kirchhellen 1998 ihren 112. Geburtstag hatte wurde dieser groß gefeiert. An diesem dreitägigen Fest im September wurde ein Feuerwehr-Leistungsmarsch, Spiele für Kinder, eine Feuerwehrtauschbörse und vieles mehr geboten.

Seit September 1998 steht in Kirchhellen wieder eine Feuerwehr-Drehleiter (DLK 23-12). Die früher in Kirchhellen stationierte Drehleiter ist bei einem Sporthallenbrand in der Nachbarstadt Bottrop zu Schaden gekommen. Zwei Jahre lang war keine Drehleiter in Kirchhellen stationiert. Eine Reparatur wäre nicht mehr wirtschaftlich gewesen. Als die Berufsfeuerwehr in Bottrop eine neue Drehleiter erhielt, wurde die alte Drehleiter nach Kirchhellen überstellt.

Im Jahre 2000 wurde die Freiwillige Feuerwehr Kirchhellen 123 mal alarmiert, so oft wie noch nie in den letzten 50 Jahren.
Seit dem 30. Mai 2000 gibt es in Kirchhellen ein neues Tanklöschfahrzeug TLF 16/25. Der Wagen ersetzt den alten "Jupp", der seit 1976 erstes Fahrzeug bei fast jedem Einsatz war und wurde am 20. Juni in offiziellem Rahmen an die Feuerwehr übergeben. Pfarrerin Iseringhausen und Pfarrer Bischof erbaten Gottes Segen für stets rechtzeitiges Eintreffen des Fahrzeugs und gesunde Rückkehr der Mannschaft. In Anwesenheit der Offiziellen aus der Politik, der Ehrengäste und Kameraden aus Feldhausen, Grafenwald und Vonderort und musikalischer Untermalung durch den Spielmannszug der Feuerwehr wurde das Fahrzeug auf den Namen "Onkel Kurt" getauft, wobei Kurt Heidermann gern die Patenschaft übernahm. Zur Erhaltung des alten "Jupp" als Oldtimer bildete sich spontan eine Interessengruppe, die den Wagen sicherstellte, ihn pflegen und für besondere Anlässe zur Verfügung stellen will.

2001 Ende des Jahres 2001 erhielt das Gerätehaus der Ortswehr Kirchhellen neue Tore. Es wurden rote, vollautomatische Rolltore eingebaut. Die alten Tore mußten noch per Hand geöffnet werden. Bei den neuen Toren kann man mittels Fenbedienungen im Fahrzeug das jeweilige Tor öffnen. Wenn die Tore geöffnet wurden schließen sie sich nach kurzer Zeit automatisch.

2002 In diesem Jahr fand am 15. Juni der 4. Kirchhellener Feuerwehr Leistungsmarsch statt. 20 Gruppen aus der nahen und fernen Umgebung nahmen teil. Die Kameraden aus Lohnde erreichten den 1. Platz.

Eine Gruppe der Feuerwehr Kirchhellen machte sich zur Aufgabe, das alte Tanklöschfahrzeug TLF 16/25 "Jupp" zu restaurieren und für die Nachwelt zu erhalten. So entstand der Förderverein "TLF Jupp".

2003 Das Gerätehaus in Kirchhellen wurde für die Einrichtung eines Tagesdienstes der Berufsfeuerwehr umgebaut. Die Räume im Gerätehaus wurden neu aufgeteilt und teilweise umfunktioniert.

Anläßlich des 150. Jubiläums des Deutschen Feuerwehrverbandes besuchte eine Gruppe die Feierlichkeiten in Ulm und verband diese Gelegenheit mit dem Besuch des Drehleiter-Werks der Firma Magirus.

Die Anschaffung von vier Pumpen aus eigenen Mitteln war für eine schnellere Hilfe bei Wasserschäden notwendig.

2004 Das Löschfahrzeug LF 16 TS wurde gegen ein moderneres Fahrzeug ausgetauscht. Allerdings waren unterschiedliche Arbeiten in Eigenleistung am Fahrzeug notwendig, damit es den Einsatzansprüchen genügt. (Zwei Jahre später wurde dieses Fahrzeug wieder ersetzt.)

Das Alarmsystems Rapid Reach (Alamierung per Computer über Handy) wurde als zusätzliches System neben dem bestehenden Funkmeldersystem zur Vorbeugung von Ausfällen eingerichtet.

2005 Das Tanklöschfahrzeug "Onkel Kurt" wurde mit einem Hilfeleistungssatz für die technische Hilfe aufgerüstet.

Die Teilnahme am "Motorisierten Marsch" mit Fahrzeugen aus fast allen Bereichen und Standorten der Feuerwehr Bottrop zum Kreishaus nach Borken diente zur Übung von Großschadenslagen im Bereich der Alamierung und Anfahrt.

Das 25. jährige Bestehen der Feuerwehr-Freundschaft zwischen der Freiwilligen Feuerwehr Lohnde und Kirchhellen wurde mit einem Treffen in Lohnde gefeiert. Der Besuch der Landeshauptstadt Hannover stand ebenfalls auf dem Programm.

2006 Zwei große Scheunenbrände hielten die Feuerwehr in diesem Jahr in Atem. Einer der Brände ereignete sich zeitgleich mit dem WM-Länderspiel Deutschland gegen Italien. In der Zeit der Fußball-WM, wo Spiele in der Schalker Arena stattfanden, stellt die Feuerwehr jeweils eine Gruppe zur Bereitschaft ab.

Das Löschfahrzeug LF 16/12 wurde auf der Wache in Kirchhellen stationiert, welches von Berufsfeuerwehrkräften und freiwilligen Feuerwehrleuten benutzt werden kann.

Im September fand der 5. Kirchhellener Feuerwehr-Leistungsmarsch statt. Mehr als 150 Feuerwehrleuten nahmen daran teil. Auch Gruppen aus Berlin und Niedersachsen waren mit von der Partie. Sieger war mal wieder die Feuerwehr Lohnde aus Niedersachsen.

2007 Das Sturmtief "Kyrill" sorgte im Januar für immense Schäden in der ganzen Bundesrepublik. Auch in Bottrop waren neben der Berufsfeuerwehr alle Ortswehren sowie das THW im Dauereinsatz: Die Ortswehr Kirchhellen war ab nachmittags bis tief in die Nacht im Einsatz.

Im April wurde der Fahrzeugbestand der Feuerwehr Kirchhellen um zwei Fahrzeuge erweitert. Ein neues MTF (Mannschaftstransportfahrzeug) und ein SW-1000 (Schlauchwagen) standen von nun an zur Verfügung. Der SW-1000 ist ein Komplettumbau des alten Rüstwagens (RW 1). Das Fahrzeug "hört" auf den Namen "Hubert", da es im Andenken an Unterbrandmeister Hubert Bremer diesen Namen trägt.

2008 Im Februar wurde die Ortswehr Kirchhellen zu einem ausgedehnten Scheuenbrand An der Dringenburg alarmiert. Gemeinsam mit der Ortswehr Feldhausen wurde der Strohlagerbrand bekämpft.

In diesem Jahr war es das Sturmtief "Emma", welches das Stadtgebiet am 01. März in den frühen Morgenstunden erreichte. Trotz einiger abzuarbeitender Einsätze waren die Schäden nicht so verheerend wie bei "Kyrill".

Unsere Drehleiter wurde im April zu einem Großbrand in Bottrop-Ebel alarmiert. Dort brannte eine großflächige Werkstatthalle. Neben der Berufsfeuerwehr waren das THW und 6 Ortswehren im Einsatz.

Im September war Schützen- und Brezelfest in Kirchhellen. Hauptbrandmeister Ludger "Tiger" Schnieder wurde am 08. September mit dem 660. Schuss Schützenkönig! Wir begleiteten ihn und seine Königin Ulla Steinmann zur Parade.

2009 Im Juli luden wir zum 6. Leistungsmarsch nach Kirchhellen ein. Erstmalig ging auch eine Gruppe der Berufsfeuerwehr an den Start. Die Gruppe der Wachabteilung 3 gewann dann auch gleich den Adalbert-Schneider-Gedächtnispokal als beste Bottroper Gruppe. Gesamtsieger wurde die Gruppe aus Dorsten Altendorf-Ulfkotte.

Der verbreitete Ausbruch der Schweinegrippe sorgte in diesem Jahr für den Ausfall des Leistungsnachweises in Haltern. Die Veranstalter entschieden sich vorsorglich für diese Maßnahmen.

Zu den besonderen Einsatzgeschehen in diesem Jahr gehörte unter anderem der Brand einer Autolackiererei im Kirchhellner Gewerbegebiet Raiffeisenstraße und der Bombenfund in Feldhausen mit umfangreichen Evakuierungsmaßnahmen.

2010 Im Juni erkämpfte sich die Kirchhellner Gruppe einen sensationellen Sieg beim Leistungsmarsch in Grafenwald. Platz 2 und 3 gingen an die Gruppen aus Dorsten Altendorf-Ulfkotte und Bottrop-Boy.

Am 24. Juli ereignete sich ein tragisches Unglück auf der Loveparade in Duisburg, bei dem 21 Menschen zu Tode kamen und über 500 Personen verletzt wurden. Aus ganz NRW wurden Rettungskräfte zusammengezogen. Auch die Feuerwehr Bottrop kam zum Einsatz. So wurde ein Bereitstellungsplatz für MANV-Komponenten umliegender Kreise und Städte eingerichtet und koordiniert. Des Weiteren fuhren Kameraden der IuK-Gruppe zum IdF nach Münster um dort eine eingerichtete Personenauskunftsstelle zu besetzen. Aus Kirchhellen waren hier zwei Kameraden im Einsatz.

Der nächste Großeinsatz folgte schon im August. Im Kreis Steinfurt wurde aufgrund von Überschwemmungen durch dauerhaften Starkregen Katastrophenalarm ausgelöst. Auch Bottrop wurde als Teilbereitschaft der Bezirksregierung Münster zur vorgeplanten überörtlichen Hilfe (VÜH) nach Ochtrup-Langenhorst alarmiert. Durch die Orstwehr 16 wurden drei Fahrzeuge mit Besatzung sowie IuK-Personal für den ELW gestellt. Teilweise waren die Kameraden über 30 Stunden vor Ort.

Die Vorbereitungen für das im nächsten Jahr anstehende Jubiläumsfest sind in vollem Gange. Ein Arbeitsgruppe trifft sich hierzu regelmäßig um die Vorbereitungen zu koordinieren.

2011 Nach langer Vorbereitung wurde vom 29.04.-01.05. das 125-jährige Jubiläum der Freiwilligen Feuerwehr Kirchhellen gefeiert. Das dreitägige Fest auf dem Josef-Terwellen-Platz war ein voller Erfolg. In besonderer Erinnerung bleibt wohl die bei einsetzendem Unwetter spontane Verlegung des Großen Zapenstreiches in die St.-Johannes-Kirche. Weitere Highlights waren die Festabende im Zelt bei Live-Musik, das Theaterspiel einiger Frauen und Freundinnen unserer Kameraden, die Schauübungen und nicht zuletzt der große Festumzug mit zahlreichen Gastwehren und historischen Feuerwehrfahrzeugen.

Oft genug waren wir schon zum automatischen Brandmelderalarm im Movie Park, meistens war ein Einsatz der Feuerwehr nicht notwendig. Am 10. April hieß es dann wieder Brandmeldereinlauf im Park. Kurze Zeit später jedoch wurde die Brandmeldung vom ersteintreffenden RTW bestätigt. Ein Holzgebäudetrakt mit Lagerräumen stand im Vollbrand. Sofort wurde die Alarmstufe erhöht. Insgesamt wurden fünf Ortswehren alarmiert. Bis in die Nacht hinein wurden zunächst Lösch- später Nachlöscharbeiten durchgeführt.

Am frühen Morgen des 1. Weihnachtsfeiertags wurden viele Bottroper Kameraden vom Funkmelder aus dem Schlaf gerissen. Das Busdepot der Vestischen in Bottrop-Eigen brennt in voller Ausdehnung. Sechs Ortswehren und die IuK-Gruppe sind gemeinsam mit der Berufsfeuerwehr stundenlang im Einsatz. Aus Kirchhellen sind die Drehleiter und IuK-Kräfte am Einsatz beteiligt gewesen.

2012 Im Juni nahmen wir an Leistungsmärschen anderer Wehren teil. Nach einem grandiosen ersten Platz in Dinslaken-Hiesfeld wurde es in Seelze-Almhorst Rang 10. Am 30. Juni folgte dann der 7. Kirchhellner Leistungsmarsch. Bei bestem Sommerwetter traten 22 Gruppen von Feuerwehren und Hilfsorganisationen zum Leistungsmarsch in Kirchhellen an. Gesamtsieger wurden die Kameraden aus Lohnde, gefolgt von Eigen und Feldhausen.

Am 2. April wurden wir zu einem Dachstuhlbrand am Burghof alarmiert. Auf der alarmmäßigen Anfahrt kam es zu einem Verkehrsunfall zwischen der Drehleiter Kirchhellen und einem Kleinlaster. Glücklicherweise blieben alle Beteiligten unverletzt. Es entstand jedoch erheblicher Sachschaden. Die nachrückende Drehleiter der Wache 1 übernahm die Einsatzstelle Burghof.

Am Nachmittag des 23. Mai zog ein Unwetter mit Starkregen über das Stadtgebiet hinweg. Alle Bottroper Ortswehren waren mehrere Stunden im Pumpeinsatz, besonders betroffen war dabei das südliche Stadtgebiet. Ein Schwerpunkteinsatz war auf der Brakerstraße in Bottrop-Welheim. Hier standen auf einem Firmengelände sämtliche Betriebsräume sowie eine angrenzende ca. 5000qm große Lagerhalle bis zu 1 Meter unter Wasser. Kräfte der Ortswehren Boy, Feldhausen, Grafenwald und Kirchhellen pumpten hier bis in die Nacht hinein.

Am 6. Oktober unternahmen wir gemeinsam mit unseren Frauen und Freundinnen einen Tagesausflug zum Braunkohletagebau Garzweiler und führten dort zahlreiche Besichtigungen durch. Einen schönen Abschluss fand der Tag in einem geselligen Abend auf dem Hof Miermann.

Termine

Dienstag, 26.12.17
19:00 Uhr - 21:00 Uhr
Gruppenführerbesprechung
Dienstag, 02.01.18
20:00 Uhr - 21:00 Uhr
Monatsversammlung
Donnerstag, 04.01.18
18:30 Uhr - 21:00 Uhr
IuK

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