Großübung Zeche Prosper-Haniel Schacht 10

Am vergangenen Samstag (17.10.15) führten die Freiwilligen Feuerwehren Kirchhellen, Grafenwald und Feldhausen auf dem Gelände der RAG Zeche Prosper-Haniel Schacht 10 am Alten Postweg eine Großübung mit 10 Fahrzeugen und 57 Feuerwehrleuten durch.

Im hinteren Teil des Kauengebäudes kam es im Lager zu einem Brand mit starker Rauchentwicklung und laut angenommener Einsatzlage galten nach der Räumung des Gebäudes und vor dem Eintreffen der Feuerwehr drei Personen als vermisst. Die ersteintreffende Ortswehr Kirchhellen hatte den Auftrag zwei vermisste Personen im Kauengebäude zu suchen und eine dritte Personen aus einem angrenzenden Treppenhaus mittels Drehleiter zu retten.

Die beiden Ortswehren Grafenwald und Feldhausen sollten den Brand von der Nordseite des Gebäudes bekämpfen und einen Gastank im Außenbereich kühlen. Schwierigkeiten ergaben sich durch die übergroße Gebäudetiefe. Hierzu musste der erste Angriffstrupp ca. 80 Meter tief in das verrauchte Kauengebäude mit einer Schlauchleitung vordringen um die

vermissten Personen zu retten. Die Nebelmaschinen hatten hier ganze Arbeit geleistet und man sah die Hand vor den Augen nicht mehr. Im Außenbereich wurden zur Brandbekämpfung und Kühlung des Gastanks große Mengen Wasser benötigt, die auf dem weitläufigen Gelände durch lange Schlauchleitungen vom Hydranten bis zur Einsatzstelle herangeführt werden mussten.

Die Übung wurde unter den strengen Augen einiger Beobachter der Berufsfeuerwehr durchgeführt. Auch hatten sich Kameraden der Ehrenabteilung der drei Ortswehren eingefunden um das Geschehen mit geschultem Blick zu beobachten. Die Personen konnten erfolgreich aus dem Gebäude gerettet und das Feuer unter Einsatz von Atemschutzgeräten bekämpft werden.

Somit wurde das Übungsziel einer Menschenrettung und Brandbekämpfung unter erschwerten Bedingungen im Betrieb einer aktiven Zeche erreicht. Bei der Nachbesprechung im Gerätehaus der FF Kirchhellen lobte der Leiter der Feuerwehr Bottrop, Herr Branddirektor Kim Heimann den guten Verlauf der Übung und bedankte sich bei den Vertretern der RAG für die Bereitschaft, das Übungsobjekt zur Verfügung zu stellen.

 

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